SaaS, das mitwächst: Mehrmandanten-Architektur ohne Kopfschmerzen

Multi-Tenancy entscheidet über Skalierung, Kosten und Datenschutz. Die drei Modelle im Vergleich — und wann welches passt.

Sobald eine Anwendung mehr als einen Kunden bedient, stellt sich die Architekturfrage: Wie trennen wir Mandanten sauber, ohne den Betrieb zu verteuern? Die Antwort prägt Skalierung, Kosten und Compliance für Jahre.

Drei Modelle

  1. Shared Database, Shared Schema — alle Mandanten in denselben Tabellen, getrennt per tenant_id. Günstig und einfach zu betreiben, aber jede Query muss den Filter sauber setzen. Ein Fehler = Datenleck.
  2. Shared Database, Separate Schemas — ein Schema pro Mandant. Bessere Isolation, moderater Aufwand, gut bis in den niedrigen vierstelligen Bereich.
  3. Database per Tenant — maximale Isolation und einfache Lösch-/Export- pflichten (DSGVO), dafür höherer Betriebsaufwand.

Es gibt kein „richtig“ — nur ein „richtig für Ihre Last, Ihre Regulierung und Ihr Team“.

Worauf es wirklich ankommt

Nicht das Modell allein entscheidet, sondern die Disziplin in der Datenschicht: ein zentraler Tenant-Kontext, der nie umgangen werden kann, plus Tests, die genau das erzwingen. Wir starten meist mit Shared Schema und einer harten Tenant-Guard — und halten den Pfad zu stärkerer Isolation offen, falls ein Kunde sie braucht.

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